* 16.10.1854
+ 30.11.1900
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Irischer
Dichter
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Dramatiker
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Biographie
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Oscar Wilde (eigtl. Oscar Fingal O'Flahertie Wills Wilde)
war ein irischer Schriftsteller. Er wurde ein führender Vertreter
der ästhetischen Bewegung des "l'art pour l'art" und
schuf ein vielfältiges literarisches Werk.
Werke:
diverse Gedichte ("Die Ballade vom Zuchthaus zu Reading"),
Märchen ("Der glückliche Prinz"), Gedichte
in Prosa ("Der Schüler"), Essays ("Der
Verfall der Lüge"), Roman "Das Bildnis des
Dorian Gray", Dramen ("Salomé"),
Erzählungen ("Das Gespenst von Canterville"),
Theaterstücke ("Bunbury oder Ernst muß man
sein")
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Biographie:
Oscar Wilde wurde am 16. Oktober 1854 in Dublin geboren und
studierte zunächst am dortigen Trinity College. Seine Mutter unterhielt
einen literarischen Salon, in dem er bereits früh mit führenden
Köpfen des lokalen Kulturlebens vertraut wurde. Schon während seines
Studiums der klassischen Philologie in Oxford errang er für sein
Gedicht Ravenna 1878 den begehrten Newdigate-Preis. In Oxford wurde
Wilde auch mit den Ideen ästethischer Neuerer wie Walter Pater und
John Ruskin konfrontiert, die er enthusiastisch aufnahm. In der
Folge begann er seinen Lebensstil als Dandy der Boheme zu kultivieren.
Mit typischen Requisiten wie langer Haartracht, samtenen Kniebundhosen
und erlesenen Kunstobjekten adaptierte und ironisierte er zugleich
die von Pater und Ruskin erhobene Forderung nach Ästhetisierung
aller Lebensbereiche. Seine Exzentrik wurde schnell zur Zielscheibe
des Spottes in der satirischen Zeitschrift "Punch" und
sogar in einer komischen Oper von Gilbert und Sullivan, "Patience"
(1881), der Lächerlichkeit preisgegeben. Andererseits machte er
sich in Literatenkreisen einen Namen als Konversationsgenie, das
durch Scharfsinn und pointierten Witz glänzte.
Nach dem Studium ließ sich Wilde in London nieder und heiratete
1884 Constance Lloyd. Der relative Wohlstand seiner Ehefrau versetzte
ihn wirtschaftlich in die Lage, sich vornehmlich seiner schriftstellerischen
Arbeit zu widmen. Nebenbei arbeitete er unteranderem für knapp
zwei Jahre als Herausgeber der Frauenzeitschrift "The Woman's
World". Durch den Erfolg seiner Werke, aber mehr noch durch
seine persönlichen Qualitäten, wurde Wilde zu einer zentralen Figur
des Londoner Gesellschaftslebens.
1895, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, geriet er durch einen Sensationsprozess
ins soziale Abseits. Anlass war seine homosexuelle Beziehung zu
dem jungen Lord Alfred Douglas, dessen Vater ihn wegen des
Posieren als Homosexueller
verklagte. Das Gericht befand Wilde auch in einem Wiederaufnahmeverfahren
im Mai 1895 für schuldig und verurteilte ihn zu zwei Jahren Zuchthaus
mit Zwangsarbeit. Der Ausgang des Verfahrens bedeutete Wildes finanziellen
und gesellschaftlichen Ruin sowie letztlich seinen psychischen Zusammenbruch.
Nach seiner Entlassung emigrierte er nach Paris, wo er am 30. November
1900 an einer Hirnhautentzündung starb. Kurz vor seinem Tod konvertierte
er zum Katholizismus. |
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